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Le Port de Doëlan en Finistère sud


Pierre Lorthioir, der Maler aus dem Norden, der 2011 verstarb, machte 1987 den Süden der Bretagne zu seiner Heimat als er sich dort niederließ. Sein schon zu Lebzeiten erworbener Ruf wird ihn überleben. Kunstliebhaber aus ganz Frankreich bewunderten seine Bilder in den bretonischen Galerien, die dort während seiner gesamten Schaffenszeit ausgestellt wurden und ab 2005 auch in seiner für Besucher geöffneten Werkstatt, dem ‚Atelier du Prajou‘ in seinem Haus in Gouesnac'h im Finistère, zu sehen waren. Die Ausstellung ‚Promenade sous les toile‘ 2014 in Fouesnant-les-Glénan war ihm gewidmet: Neben Beiträgen zu Wettbewerben wurden vier seiner Werke Gemälde präsentiert, nämlich drei abstrakte Arbeiten und ein Porträt. Zur gleichen Zeit fand im Atelier du Prajou eine ebenfalls ihm gewidmete Ausstellung statt.

Die Malerei von Pierre Lorthioir ist sowohl energetisch als auch nachdenklich und mutig. Sie ist Teil eines Forschungs- und Vertiefungsprozesses. Er komponierte abstrakte und figurative Gemälde, verwendete Acryl auf Leinwand, auf Papier, Pastell, Collage, Bleistift oder Aquarell. Seine Porträts und Landschaften könnten als expressionistisch bezeichnet werden, da die breiten Linien die Emotionen ausdrücken, die das Subjekt vermittelt.

Pierre Lorthioir begann in jungen Jahren im Norden in Saint-Amand-les-Eaux zu malen. Er malte Minen und Schlackehalden, Motive, die sich durch Ihre Härte und Kantigkeit auszeichneten, was sich mit seinen charakteristischen, starken Pinselstrichen gut darstellen ließ. Aber auch die bretonischen Landschaften, denen er einen großen Teil seiner Karriere gewidmet hat, zeigen sich auf seinen Leinwänden ähnlich eindrücklich und ausdrucksstark. Und auch vermeintlich banale Motive, wie Felder, Wälder, Häfen und Strände gewinnen in den Bildern Lorthiors eine Kraft, die nicht auf einer gezwungen Originalität beruht, sondern vor Allem auf ihrer Ehrlichkeit.

Die Gefühle, die man angesichts der Leinwand entwickelt, beruhen auf der Authentizität des Dargestellten, vermittelt durch mutige, ausdrucksstarke Pinselstriche in gedeckten aber doch nuancierten Farben, die einer unberührten Landschaft Intensität verleihen, Boote im Hafen majestätisch erscheinen lassen und Menschen Ausdruckskraft verleihen.

Lorthioirs Gemälde spiegeln die besondere Atmosphäre der Orte wider, die er als Motive gewählt hat, weil sie ihn berührt haben. Er erlebte die Landschaften buchstäblich, indem er sich stundenlang in sie vertiefte, um sie erst zu verstehen, bevor er sie malte. Er war in der Lage die subtilen Veränderungen der Landschaft in Abhängigkeit von Tageszeit und Jahreszeit genau zu erfassen. Er wusste das Licht darzustellen vom gesamten Spektrum eines weißglühenden Strandes bis hin zu dem drohenden Dunkel eines sich am Himmel ankündigenden Sturms. Er wusste auch um die Kraft der Farben – von den tausend Farbtönen des Atlantik, vom intensiven Blau bis zum aufgewühlten Grau, von der Vegetation, vom intensiven grün eines Waldes bis hin zu der gelblichen Dürre der Küstenpflanzen, die dem salzigen Wind des Meeres ausgesetzt sind. Die Farben Lorthioir vermitteln uns mit ihrer Intensität Perspektiven auf Dinge, die wir sonst vielleicht einfach übersehen würden wie der vertraute Anblick eines bekannten Strandes oder ein einfaches Motiv wie eine Bootswerft.

Der Ehrlichkeit des Malers korrespondiert mit der Ehrlichkeit seines Werkes. Die Darstellung des Alltäglichen durch Pierre Lorthoir enthüllt ihren eigentlichen in einer zugleich eindrücklichen und ausdrucksstarken Art und Weise.

Shérine Taia.





Ausstellung im « L’ATELIER DU PRAJOU »

5 Hent Meneyer
29 950 Gouesnac’h

Tel. : (00 33) 02 98 51 11 98

Freier Eintritt nach Verabredung.