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Dinard

Dinard ist heute ein elegantes Seebad an der sogenannten Smaragdküste aber im frühen 19ten Jahrhundert war es nur ein einfaches, unscheinbares bretonisches Dorf bis es Mitte des Jahrhunderts von Amerikanern und insbesondere Engländern entdeckt wurde, die hier so etwas wie eine ‚ex pat‘ Gemeinschaft bildeten.

Zu dieser Zeit wurde Dinard ein Treffpunkt der High Society, in dem sich britische Adlige jedes Jahr trafen, unter ihnen ein Waliser, der später Lawrence von Arabien werden sollte.

Die Hochzeit von Dinard war zurzeit der Belle Epoque und vielleicht auch ein bisschen früher zwischen 1867 und 1888 als die ersten Villen erbaut wurden, von der diese heute noch zeigen und den Charme der Stadt ausmachen. Gebäude im Kolonialstil, englische Villen und bretonische Granithäuser stehen harmonisch Seite an Seite, weswegen der Stadt auch vier Sterne als nationale Auszeichnung verliehen wurde. Mehr als 400 Gebäude sind denkmalgeschützt was belegt, dass Dinard eines der ältesten Seebäder Frankreichs ist. Hier wurden auch 1879 der erste Tennisclub und in 1888 der zweite Golfclub des Landes gegründet.

Die Villa Eugénie wurde seinerzeit zu Ehren der letzten Kaiserin von Frankreich, der Frau von Napoleon III erbaut und beherbergte eine Zeitlang das Musée du Site Balnéaire, welches den Lebensstil der damaligen Zeit beschrieb. Die Villa kann heute aber nur noch von außen besichtigt werden. Die Villa Monplaisir, das heutige Rathaus, gehörte einer reichen Amerikanerin, Mrs Emilie Hughes Hallet, und war berühmt für die Partys, die dort gefeiert wurden.

Im Jahre 1858 wurde die Kirche Notre-Dame gebaut und im Jahr 1869 die anglikanische Kirche von Saint-Bartholomew, welche von der englischen Gemeinschaft finanziert und mit einer großartigen Orgel ausgestattet wurde. Das sogenannte ‚neue‘ Casino datiert aus dem Jahr 1911, wurde 1970 renoviert und ersetzte das alte Kasino von 1866, welches auf Stelzen errichtet war und sich mit der Flut zu bewegen schien. Der zugleich exklusive und traditionelle Charme des Seebades zog schon in der Vergangenheit zahlreiche Schriftsteller, Künstler, Musiker und andere Persönlichkeiten an, was bis heute der Fall ist. Einen Spaziergang entlang der Promenade Clair-de-Lune sollte man keinesfalls missen.

Aufgrund seiner Lage an der Mündung der Rance, hat die Stadt auch wunderschöne Strände, wie der Plage de l’Ecluse der sich vom Zentrum der Stadt bis zum Pointe de Moulinet erstreckt oder der von Prieuré, von dem man aus man St. Malo sieht. Einen Besuch wert is sicher auch das Musée de la Mer, welches 1935 eingeweiht wurde und der lokalen Meeresflora und –fauna gewidmet ist und auch an den Ozeanographen Commandant Charcot erinnert, der wesentlich an seiner Entstehung beteiligt war. Nicht weit enfernt findet sich auch das Gezeitenkraftwerk an der Rance, welches ein bedeutendes Stück Industriegeschichte ist, zumal es das erste seiner Art überhaupt war.