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Rettung auf hoher See

Die SNSM (Société Nationale de Sauvetage en Mer) ist die nationale Seenot-Rettungsgesellschaft in Frankreich, die nicht nur in der Bretagne sondern in allen Regionen Frankreichs einschließlich der Übersee-Territorien bestens bekannt ist. Die Gesellschaft wurde 1967 von Admiral Maurice Amman gegründet und ist seit 1970 als Gesellschaft öffentlichen Rechts anerkannt. Ihre Aufgabe ist, Menschen in Gefahr auf hoher See sowie an den Küsten und Stränden ehrenamtlich und unentgeltlich zu retten. In dieser Rolle arbeitet Sie auch für die regionalen Einsatzzentralen für Katastrophenschutz und –hilfe namens CROSS (Centres Régionaux Opérationnels de Surveillance et de Sauvetage).




Port de Doëlan, Finsitère sud

Foto von steve Roux, der auf unseren Partnerseiten vorgestellt wird



Die Organisation finanziert sich im Wesentlichen durch Spenden und private Unterstützer, nur etwa ein Viertel tragen der französische Staat und die Kommunen bei. Bei etwa 5.000 Einsätzen jährlich werden bei Tag und Nacht fast 10.000 Menschen gerettet. Dabei sind bedauerlicherweise trotzdem immer noch etwa 400 Todesfälle im Jahr zu beklagen, so dass weitere Investitionen in technische Innovationen getätigt werden, um die Fähigkeiten der Seenotrettung auf See bei jedweder Wetterlage noch weiter zu verbessern.



Philip Plisson Rescue at sea


Foto von Philip Plisson der auf unseren Partnerseiten vorgestellt wird, Webseite www.pecheurdimages.com


Ursprünglich entstand die SNSM aus zwei Organisationen, nämlich der Zentralen Gesellschaft zur Rettung von Schiffbrüchigen (Société Centrale de Sauvetage des Naufragés) und den Rettungshospitälern der Bretagne (Hospitaliers Sauveteur Bretons), um dem öffentlichen Anliegen zu entsprechen, eine flächendeckende Seenotrettung in ganz Frankreich und den Übersee-Territorien sicher zu gewährleisten. Dies war insbesondere nötig geworden, weil sowohl gewerbliche als auch Freizeitaktivitäten auf See erheblich zugenommen hatten. Und deshalb ist vom 19. Jahrhundert an mit der Zeit auch die Seenotrettung bis heute immer professioneller geworden.


La SNSM le livre Ph. Plisson

Foto von Philip Plisson der auf unseren Partnerseiten vorgestellt wird, Webseite www.pecheurdimages.com


Die SNSM hat heute im Wesentlichen drei Aufgaben: Erstens die Seenotrettung, bei der es oft buchstäblich um Leben oder Tod geht, zweitens die Ausbildung von Freiwilligen vor allem als Rettungsschwimmer für den Badebetrieb und drittens generelle Risikoprävention für alle Aktivitäten, die in Küstennähe stattfinden. Gerade die letztgenannte Aufgabe ist angesichts der Zunahme von Freizaitaktivitäten an der Küste immer wichtiger geworden. Daher gibt es an Schulen und in Ferien-Camps regelmäßige und zahlreiche Informationsveranstaltung, die schon die Jüngsten rechtzeitig auf mögliche Gefahren und Verhaltensregeln für das Leben an der Küste aufmerksam machen.

Ungefähr 4.000 Freiwillige engagieren sich bei der Seenotrettung, oftmals ehemalige Seefahrer, Segler, Taucher oder sonstige Wassersportler. Die meisten dieser Lebensretter sind an den 232 Standorten der Seenotrettung in Frankreich und den Übersee-Territorien im Einsatz, die von 600 Festangestellten geführt werden.

Sie sind das ganze Jahr rund um die Uhr bei jedem Wetter einsatzbereit und dementsprechend erfolgt auch etwa ein Viertel aller Einsätze bei Nacht. Dabei reichen die Einsätze von der Sicherung gestrandeter Yachten über die Unterstützung von Fischern mit Motorschäden, die oft beim Einholen der Netze entstehen, bis hin zur Rettung von Wassersportlern, die unvermittelt gesundheitliche Schwierigkeiten haben.

Die Ausbildung von Rettungsschwimmern wird in 32 Trainingszentren vorgenommen. Über einen Zeitraum von jeweils 8 Monaten investieren dabei 800 freiwillige Ausbilder jeweils 400 Stunden für die SNSM, um jährlich 400 neue Rettungsschwimmer auszubilden. Diese überwachen dann die Strände bis 300 Meter in das Meer hinaus, wofür sie von den jeweiligen Kommunen bezahlt werden. Auch wenn die gründliche Ausbildung meistens nur dazu dient, ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln, wird sie manchmal auch lebensrettend sein.




sauvetage en mer

Foto von Philip Plisson der auf unseren Partnerseiten vorgestellt wird, Webseite www.pecheurdimages.com 


Auch öffentliche Veranstaltungen werden organisiert, die das Ziel haben, die Öffentlichkeit für die Gefahren am und im Meer zu sensibilisieren, die Bekanntheit der Organisation zu verbessern und natürlich auch um Spenden zu sammeln.

Die freiwilligen Helfer müssen sich natürlich auch kontinuierlich weiterbilden, da die Rettungsboote heute nicht  nur viel schneller sin dals früher, sondern auch über verbesserte, hochkomplexe elektronische Navigations- und Kommunikationssysteme verfügen. Die Freiwilligen werden damit zu echten Rettungs-Profis mit erheblichem Know-how nicht nur bezüglich Navigation und Kommunikation, sondern auch bei Erster Hilfe, Rettungstechniken, Sicherheitsausrüstungen und Nachtsichtgeräten.




sauvetage en mer
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Die SNSM verfügt in Frankreich über eine beeindruckende Flotte von 40 Seenotrettungskreuzern, die bei jedem Wetter zum Einsatz kommen können, 36 Schnellbooten der Klasse 1, 72 der Klasse 2 und 4 weiteren der Klasse 3, 400 kleineren Booten, zahlreichen Jet-Skis sowie einigen Leicht-Booten für Trainingszwecke. Die Gesellschaft wartet diese Boote selbst, die allein aufgrund ihrer Größe meist das Ganze Jahr im Wasser bleibt. Sie entwickelt darüber hinaus selbst technische Ausrüstungen, lässt neue Boote bauen wenn Ersatz benötigt wird und arbeitet an der ständigen Verbesserung der Leistungsfähigkeit bei der Seenotrettung. Jedes Jahr werden alleine für die Wartung der Flotte 5 Mio Euro benötigt.



les bouées
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Die Organisation kommt ihrer Selbstverpflichtung für sichere Küsten zu sorgen mit Innovation, Prävention und Training nach. Das ist auch notwendig, da sich das Leben am Meer in den letzten Jahren erheblich verändert hat aufgrund des wachsenden Tourismus und insbesondere auch neuer Wassersportarten, die teilweise nicht ungefährlich sind. Hinzu kommen wie in anderen Gesellschaftsbereichen auch erhöhte Haftungs- und Gewährleistungsrisiken. Dazu investiert die SNSM in Forschung und Entwicklung von neuer Ausrüstung von Informationssystemen, um alles für die Lebensrettung auf dem neusten technologischen Stand zu halten. Das alles macht die Gesellschaft in Frankreich zur unangefochtenen Institution für alles, was mit Sicherheit und Rettung auf See zu tun hat.



sauvetage en mer

Foto von Philip Plisson der auf unseren Partnerseiten vorgestellt wird, Webseite www.pecheurdimages.com


Insofern trägt auch die SNSM dazu bei, dass Frankreich ein großartiges Land ist und die ‚Brüderlichkeit‘ als Teil seiner Identität trifft natürlich insbesondere für diejenigen zu, die sich der Seenotrettung widmen.

Philippe.