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Vom Erleben eines Sturms in der Bretagne

Die Bretagne ist eine maritime Region, deren Klima stark von der Nähe zum Atlantik und dem Ärmelkanal beeinflusst wird. Aber dieser Einfluss macht sich ander Südküste ganz anders bemerkbar als an der Nordküste, so dass sich das Klima an den Küsten stark unterscheidet. Darüber hinaus hat die Bretagne viele Mikroklimata, so dass man an einem einzigen Tag ein wechselspiel von Regen, Sonne und Wind erleben kann. Wie man hier so sagt, wird das Wetter mehmals am Tag gut !

Mit dem milden ozeanischen Klima, ist die Bretagne im Winter der wärmste Teil Frankreichs, in dem Frost und Schnee praktisch unbekannt sind. Und da die Temperaturen auch im Sommer selten 25°C übersteigen, sind entsprechend auch die Temperaturschwankungen über das ganze Jahr hinweg sehr moderat.

Das heißt natürlich nicht, dass es in der Bretagne überhaupt keine richtigen Jahreszeiten gibt. Sehr oft ist das Wetter besonders gegen Ende der Sommerferien und im September besonders schön – und darüber hinaus sind zu dieser Zeit kaum noch Besucher da, so dass man die Strände praktisch für sich alleine hat. Die Sommersaison ist dann endgültig mit dem ersten Sturm beendet, der sich normalerweise Ende September mit der Tag-und-Nacht-Gleiche im Herbst einstellt aber auch bis Oktober oder November auf sich warten lassen kann.

Im Winter treffen uns dann regelmäßig die Ausläufer der Stürme vom Nördlichen Wendekreis. Nach ihrem langen Weg über den Atlantik, haben sie zwar schon den größten Schwung verloren, können aber auch bei uns noch heftige Stürme sein.

Aber ein bisschen Regen und Wind sind für die Bretonen kein Problem und so lange der Wind noch mit Geschwindigkeiten von unter 100 km/h weht macht sich ohnehin niemand Sorgen. Im Gegenteil nehmen wir das gerne zum Anlass um einen schönen Spaziergang an der Küste zu machen, um die Naturgewalten als ein dramatisches Schauspiel zu bewundern. Gerade das Licht ist manchmal unglaublich beeindruckend wenn die Sonne punktuell durch dunkle, regenschwere Wolken stößt.

Vorsicht ist aber bei einem solchen Küstenspaziergang geboten, denn es kann sehr gefährlich werden wenn man die Gewalt von wind und wellen unterschätzt. Wellen, die sich an den Felsen brechen, können zum Beispiel manchmal überraschend eine Gischt von 40m emporschleudern. Bis auf ganz wenige Menschen, die das berufsbedingt tun müssen, traut sich deswegen bei einem solchen Sturm auch kaum jemand aufs Meer.

Dem entsprechend bleiben die Fischer im Hafen und nur die Seenotrettung, die Société Nationale de Sauvetage en Mer, ist in Alarmbereitschaft, um alle diejenigen zu retten, die aus irgendwelchen Gründen doch ausgefahren und in Schwierigkeiten sind. So ist auch ein Hochseeschlepper der Marine namens ‚Abeille Bourbon‘ in Bereitschaft, um größeren Schiffen zu helfen, die im Mer d’Iroise vor der Westküste der Bretagne, wo einer der meistbefahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt verläuft, in Schwierigkeiten geraten sind. Eine ständige Angst der Bretonen ist, dass einmal ein großer Tanker vor der Küste Schiffbrich erleiden und eine Ölpest verursachen könnte.

Aber Stürme sind wir gewohnt. Wenn wir wissen, dass sich ein größerer Sturm ankündigt, sichern wir Häuser und Gärten und warten bis er vorüber zieht. Wir vermeiden dann auch weitere Reisen, weil Straßen jederzeit durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume blockiert werden können. Auch Elektrizitäts- und Fernmeldeleitungen werden manchmal beschädigt, die dann allerdings nach zwei bis drei Tagen alle wieder repariert sind.

Aber trotz dieser Unbequemlichkeiten ist ein Sturm in der Bretagne in erster Linie ein großartiges und beeindruckendes Schauspiel, das sich zu sehen lohnt, wenn man uns einmal außerhalb der Saison einen Besuch abstattet.

Untenstehend ist ein Link zu dem wunderbaren Video unseres Partners  Saint/Thomas/TV von einem Sturm am 8. Februar 2016 mit spektakulären Bildern von Saint Guénolé und dem Strand La Torche, die sich beide auf der Penmarc’h Halbinsel befinden. Außerdem hat man den Ausblick auf die ‘Baie des Trépassées’ (die Bucht der Toten) von der Pointe du Raz und der Pointe du Van, die wohl die markantesten Aussichtspunkte westlich von Audierne sind.










Darüber hinaus gibt es noch ein zweites Video vom Sturm ‘Dirk’ wie er sich an Weihnachten 2013 über der Baie de Quiberon sowie über Cancale und St. Malo austobte.






SaintThomasTV / Chaine Vimeo


Auch hier präsentiert sich die Bretagne, wie immer schön, aufregend und ungezähmt. Es lohnt sich diese Naturschauspiele außerhalb der Saison zu erleben. Dies umso mehr als man sich in großartigen Villen mit 28° warmen Indoor Pools und manchmal zusätzlichen Annehmlichkeiten wie Sauna oder Dampfbädern einmieten kann. Die Bretagne heißt Ihre Gäste also rund ums Jahr willkommen und hält jederzeit neue Überraschungen und Annehmlichkeiten bereit.

Auf Bald, hoffentlich!

Philippe.