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St Malo, die Stadt der Korsaren

Mit ihrer stolzen Vergangenheit als Piratennest steht die Stadt St. Malo wie ein Wächter über dem Fluss Rance. Bei Flut war sie eine Insel und damit für Feinde fast uneinnehmbar. Erst im 18ten Jahrhundert wurde sie mit einem Damm mit Paramé verbunden und erhielt 1930 einen veritablen Hafen mit einer Schleuse.

Die Stadt ist von einer 1.800m langen Stadtmauer und Wehranlagen mit bis zu 7m dicken Mauern umgeben, die zwischen dem 12ten und dem 18ten Jahrhundert errichtet wurden. Diesen und weiteren Festungsanlagen und Geschützstellungen auf nahegelegenen Inseln verdankt die Stadt, dass sie in den dauernden Auseinandersetzungen mit den Engländern nie erobert wurde und von diesen als ‚Wespennest bezeichnet wurde. In diesem Zusammenhang müssen auch die Namen bekannter Freibeuter wie Surcouf oder berühmter Seeleute wie Duguay-Trouin sowie Mahé de la Bourdonnais, der später Gouverneur der ‚Îles de France et de Bourbon‘ (heute Mauritius und Réunion‘ wurde, erwähnt werden. Und auch heute ist St. Malo Heimatstadt und -hafen großer Seefahrer wie Alain Colas, nicht zuletzt weil hier die berühmte Segelregatta ‚La Route du Rhum‘ startet.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zerstört danach genauso wieder aufgebaut wie sie vorher ausgesehen hatte. Nur die Befestigungsanlagen blieben während der Bombardments vom August 1944 unbeschädigt.

Ihren Namen verdankt die Stadt einem walisischen Mönch aus dem 6ten Jahrhundert, der Bischof wurde und in Saint Malo de l’Isle seinen Bischofssitz hatte. Berühmte historische Gestalten gibt es einige, die im Zusammenhang mit St. Malo Erwähnung verdienen, wobei zunächst Jacques Cartier zu erwähnen ist, der im Auftrag von François I, 1534 Kanada entdeckte ebenso wie der Schriftsteller Chateaubriand (1768 -1848), dessen Grab auf dem Inselchen Grand Bé nur bei Ebbe zugänglich ist ebenso wie die felsige Insel des Fort National, eine von fünf Festungen, die erbaut wurden, um die Stadt zu verteidigen. Weitere erwähnenswerte Namen sind die des Mathematikers Maupertius, des Mediziners Broussais, des Philosophen Lamennais, …

Ein Spaziergang entlang der Befestigungsanlagen ist ein unvergessliches Erlebnis, das beeindruckend Aussichten bietet. Besonders gut ist die Aussicht vom Rundgang des Turms von Solidor, der an der Mündung der Rance bei St. Servan von Jean IV, dem Herzog der Bretagne im 14ten Jahrhundert erbaut wurde, um die Einwohner von St. Malo zu beobachten, das damals Teil Frankreichs war. Der Turm beherbergt heute das ‘Musée International du Long Cours Cap-Hornier’, welches dem Leben der Seeleute auf der Route nach Cap Horn gewidmet ist und im Übrigen das einzige Museum ist, welches sich mit dem Handel zur Zeit der Segelschifffahrt beschäftigt.

Am Fuß der befestigten Stadt liegen die Strände. Der Strand Le Môle ist windgeschützt und Bon Secours hat einen natürlichen Salzwasserpool mit einem Sprungbrett so dass man selbst bei Ebbe dort noch schwimmen kann. Ein Stück weiter ist der große und schöne Strand von Sillon oberhalb dessen die Küstenstraße verläuft an deren Strandmauer sich die Wellen bei Flut und Stürmen beeindruckend brechen.

Innerhalb der Stadtmauern sind entlang der hübschen gepflasterten Straßen die beeindruckenden Fassaden der seit dem Mittelalter erbauten Häuser reicher Kaufleute zu bewundern, die ab dem 16ten Jahrhundert ihr Geld mit Leinen und Kabeljau verdienten, sowie die Häuser von Schiffsbesitzern und Korsaren. Unweigerlich wird man auch an der Kathedrale von St. Vincent vorbeikommen, die zwischen dem 12ten und dem 19ten Jahrhundert erbaut wurde ebenso wie an dem Stadtschloss, dass zunächst Jean V der Bretagne erbaute und das dann die Herzogin der Bretagne Anne erweiterte. Das historische Museum erzählt schließlich die einzigartige Geschichte von der ersten unabhängigen französischen Republik im Jahre 1590 während der Herrschaftszeit von Henri IV, bevor dieser ermordet wurde. Auch das Aquarium der Stadt ist einen Besuch wert, das ungefähr 500 Tierarten beherbergt.