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Das Hafenmuseum Douarnenez


Douarnenez
Foto von Henryk Sadura / Shutterstock.com


Die maritime Vergangenheit war schon immer ein wichtiger Aspekt der Geschichte von Douarnenez. Obwohl Douarnenez größenmäßig nur die viertgrößte Stadt im Département Finistère ist, kann Sie zu Recht als Hauptstadt der bretonischen Tradition betrachtet werden dank ihres Hafenmuseums im Port-Rhu. Als einziges in Frankreich ist das Museum teilweise an Land und teilweise im Wasser. Die Besucher können dort eine Vielzahl unterschiedlicher alter Segelschiffe und Boote bewundern, die im Nordantlantik zur See fuhren und jetzt an den Kais des berühmten Hafens liegen.




Port Rhu à Douarnenez
Foto von Daniel Sainthorant / Shutterstock.com



Douarnenez kann in der Tat stolz auf seine herausragende Bedeutung als maritimes Erbe sein. Eine Stadt der Kontraste und Farben, was auch die Einwohner ausstrahlen. Eine Stadt, die den unscheinbaren Sardinen viel zu verdanken hat, da diese schon in der Römerzeit den größten Teil des Fangs in dieser Gegend ausmachten, und später dann auch hier konserviert wurden. Mit ihrer Lage am äußersten Ende der atemberaubenden Bucht von Douarnenez, hat die Stadt sich ihren maritimen Charakter nicht zuletzt auch deshalb bewahrt, weil alle vier Jahre ein großes Treffen mit historischen Segelschiffen stattfindet.



Fête à Douarnenez
Foto von Daniel Sainthorant / Shutterstock.com



Das begann in den 1980ern damit, dass einige begeisterte Individualisten und Vereine sich vornahmen, die maritime Tradition in der Gegend wieder zu beleben. Auch die Berichte des Fachmagazins ‚Le Chasse-Marée‘ trugen wesentlich dazu bei, das Interesse der Öffentlichkeit zu wecken, so dass 1986 tatsächlich das erste Treffen stattfinden konnte. Daran nahmen zunächst in erster Linie traditionelle Boote aus der Gegend teil bis es sich zu einer veritablen Regatta entwickelte, die inzwischen als ‘Concours des Bateaux des Côtes de France’ bekannt ist und im Jahr 1989 aus der Taufe gehoben wurde, woran sich eine große Anzahl bretonischer Gemeinden beteiligte.



Fête à Douarnenez
Foto von Daniel Sainthorant / Shutterstock.com



Port Musée de Douarnenez
Foto von Philippe Salin



Port Musée de DouarnenezFoto von Philippe Salin



Um diese Zeit herum entstanden viele maritime Museen an der Westküste und auch in Douarnenez wurde 1985 zunächst ein Bootsmuseum gegründet. Im Jahr 1993 wurde dieses schließlich zum heutigen Hafenmuseum erweitert als Ausdruck eines 30jährigen Bestrebens, das Interesse an der maritimen Tradition der Küste in dieser Gegend wiederzubeleben und das maritime Erbe zu bewahren.



Port Musée de DouarnenezFoto von Philippe Salin



Port-Rhu und das Hafenmuseum haben in Frankreich eine wohl einzigartige Lage in der Mitte eines kleinen Fjords, dem Port-Rhu Ria, der zwischen Tréboul und Douarnez liegt. Dank eines Damms entstand dort ein zwei Kilometer langes natürliches Hafenbecken, das den Besuchern erlaubt, die traditionellen Boote aus nächster Nähe von den Kaimauern aus zu bewundern.




Port Musée de Douarnenez
Foto von Philippe Salin


Ursprünglich war Port-Rhu ein lokaler Handelshafen, in dem auch Segeltuch gehandelt und getauscht wurde bis er seine Bedeutung nach und nach verlor und aufgegeben wurde. Heute wimmelt das Leben wieder auf den Kais, in den Cafés und den Restaurants, wobei die Luft immer ein bisschen nach frischen Sägespänen von den Werften riecht, in denen heute wieder traditionelle Boote gebaut werden. Einige dieser Werften sind für die Öffentlichkeit zugänglich ebenso wie die ‘Ateliers de l’Enfer’, die Werkstätten der Hölle, in denen Bootszimmerleute ausgebildet werden.




Festival maritime de Douarnenez
Foto von Kaband / Shutterstock.com


Festival maritime de Douarnenez
Foto von Kaband / Shutterstock.com



Unter den schwimmenden Ausstellungsstücken sind vier größere Schiffe, die von der Brücke bis zum Motorraum zugänglich sind und den Besuchern erlauben, sich anschaulich vorzustellen, wie das Leben auf See für die Besatzungen seinerzeit auf den Segel- und Dampfschiffen gewesen ist. Die Schiffe, die darauf warten entdeckt zu werden, sind das Langustinen-Fangschiff ‘Notre Dame de Rocademour’ eine traditionelle bretonische ‘Gabare’ (eine Art Barke) namens ‘Dieu Protège’, ein englischer Schlepper namens ‘St Denys’, eine norwegische Galeasse namens ‘Anna Rosa’ sowie zu guter Letzt eine Barke von der Themse, die ‘Northdown’...




Festival maritime de Douarnenez
Foto von Daniel Sainthorant / Shutterstock.com



Und so ist der ursprüngliche Plan von 1871 das Hafenbecken von Port-Rhu zu beleben schließlich doch noch wahr geworden, wo heute jedermann die Geschichte und Tradition des goldenen Zeitalters der Seefahrt als die Schiffe noch aus Holz gezimmert wurden, hautnah erleben kann, weil ein paar Enthusiasten sie davor bewahrt haben in Vergessenheit zu geraten

Philippe.