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Die bretonischen Departements, Teil 1: Côtes d’Armor &  Ile et Vilaine

Die bretonische Nordküste am Ärmelkanal

 

SaintThomasTV / Chaine Vimeo

 


Das Departement Côtes d’Armor.


Dieses Departement bekam im Jahr 1790 den Namen „Côtes du Nord“ und wurde am 8. März 1990 in „Côtes d’Armor“ umbenannt. Das Gebiet mit 70 000 ha Waldfläche und einer 350 km langen Küste sowie zahlreichen Flüssen entspricht der Fläche von ca. einem Viertel der Bretagne. Die Bevölkerung mit ca. 550 000 Einwohnern verteilt sich auf 372 Gemeinden, wobei die größten Städte die folgenden sind: Saint Brieuc, Guingamp, Dinan, Lannion, Loudéac, Lamballe. Das Departement besitzt ein intensives Wirtschaftsleben mit Branchen wie Landwirtschaft, Fischerei, Nahrungsmittelproduktion, Tourismus, Elektronik- und Telekommunikation. Die Küste bietet malerische Fischereihäfen wie in Erquy, Binic, Saint Quaix Portrieux, Loguivy de la mer, Saint Cast le Guildo, Paimpol, Perros-Guirec…

Hier bilden das Meer und die Landschaft eine Einheit mit Ausflügen und sportlichen und kulturellen Wandertouren, in deren Rahmen jedes „Pays“ seine individuelle Landschaft und Identität offenbart. Nicht zu vergessen die sieben, vor der Côte de granit rose (rosa Granitküste) gelegenen Inseln, die Unterschlupf für zahlreiche Seevögel bieten sowie die Blumeninsel Bréhat, ein wunderschönes Fleckchen Erde.

Zum Departement Côtes d’Armor gehören: die Côte d’Emeraude, die Côte de Penthièvre, die Bucht von Saint Brieuc, die Côte de Goëlo, die Côte de Granit Rose. Außerdem das „Pays des bois“ (Land der Wälder), das auf Bretonisch „Argoat“ genannt wird und wo die Flüsse der Bretagne entspringen, sowie das „Pays du Trégor“, das „Pays de Guerlédan“, die Centre Bretagne (Mittelbretagne) und das „Pays de Dinan“.

Die Côtes d’Armor bieten ein reiches und äußerst vielfältiges Naturerbe mit zahlreichen, vom Generalrat aufgewerteten Sehenswürdigkeiten wie das Marais du Quellen, die Traouïro-Föhrentäler, die weitläufigen Meeresufer von Plestin und St Efflam. Zu entdecken gibt es auch das herrliche Naturschutzgebiet Cap Fréhel, eine 70 Meter hohe, ins Meer ragende Landzunge aus Sandstein, sowie direkt nebenan das kleine Thermalbad Sable d’Or les Pins mit seinem ganz eigenen Charme. Die gesamte Küste bietet eine bemerkenswerte Flora und die Heimat für viele Vögel, die hier ihr Paradies gefunden haben.


Das Departement Ille et Vilaine


Erwähnenswert in diesem Departement ist natürlich die Hauptstadt Rennes, welche die Grenze zur „Nation française“ bildet, aber auch das an der Küste des Ärmelkanals gelegene, malerische Saint-Malo, die Korsarenstadt, sowie nicht weit davon entfernt die Stadt Cancale, berühmt für ihre Austernzuchten. Am anderen Ende des Departements liegt das aus der Artussage bekannte Land der Legenden, der Wald von Brocéliande des Zauberers Merlin.

Der Mont St Michel und seine Bucht bilden die Grenze zur Normandie. Erwähnenswert ist  Dinard, die schöne „englische“ Stadt mit Villen aus der Zeit der Jahrhundertwende und ihr legendäres Casino. Dinard liegt an der Rance, einem poetischen Fluss, der im Schutz des im Jahr 1382 von Johann IV, Herzog der Bretagne, in Saint-Servan erbauten Solidor-Turms in den Ärmelkanal mündet. Und natürlich der Gezeitendamm der Rance, dessen Kraftwerk Strom erzeugt.

In der Ile et Vilaine gibt es vorwiegend die typische Bocage-Landschaft, welche durch drei große Flüsse geprägt ist und wo die Landwirtschaft rund um die Metropolregion Rennes, seit jeher politische Hauptstadt, insbesondere aufgrund der historisch bedeutenden Gründung des bretonischen Parlaments im Jahr 1554, gut entwickelt ist.

In der Nähe der im Mittelalter gegründeten Städte Vitré und Fougères spielt die im christlichen Abendland wohlbekannte Artussage, die im 12. Jahrhundert von einem Kanoniker aus Oxford unter dem Titel  „L’Histoire des Rois de France“ (Die Geschichte der Könige Frankreichs) verfasst wurde. 

Einen Besuch wert ist die Korsarenstadt Saint-Malo, die erste französische Republik, mit ihren hohen Stadtmauern, den mit Kopfstein gepflasterten Straßen mit majestätischen hohen Granithäusern, deren Besitzer Reeder waren, die es mit Kaperfahrten zu Wohlstand gebracht hatten und die die Stadt gegen die Engländer schützten, denen es nicht gelang, diese einzunehmen. Während des zweiten Weltkriegs wurde Saint-Malo jedoch zum Teil von den Deutschen zerstört und danach originalgetreu wieder aufgebaut.

Saint-Malo hat große Persönlichkeiten hervorgebracht, wie den berühmten Korsaren Surcouf,  Jacques Cartier, der im Jahr 1534 Kanada entdeckte, Duguay-Trouin und auch den bedeutenden Schriftsteller der Frühromantik Chateaubriand…

Willkommen im Norden der Bretagne, dem Land der Legenden  mit authentischem Charakter.


Philippe.