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Die bretonischen Departements, Teil 2: Finistère & Morbihan

Die Westküste und der Süden der Bretagne, vom Ärmelkanal zum Atlantik.



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Das Departement Finistère

Das Finistère ist das „bretonischste“ der Departements,  „Finis Terrae“ bedeutet das „Ende der Welt“, oder wie man auf Bretonisch auch sagt: „Penn ar Bed“. Der Norden unterscheidet sich jedoch deutlich vom Süden und zusammen mit Korsika ist es das Departement mit den meisten Küstenkilometern in Frankreich. Im Norden der Ärmelkanal und im Westen der Atlantik mit zahlreichen, einmaligen und bekannten Naturstätten wie die Pointe du Raz, die Halbinsel Crozon oder die Bucht von Audierne, um nur einige zu nennen. Und natürlich die Iles du Ponant, die Ile de Batz, der Archipel von Molène, Ouessant, die Ile de Sein, der Glénan-Archipel.

Dem Besucher bietet sich hier ein außergewöhnliches Kulturerbe aus allen Epochen, das bereits im Neolithikum und der christlichen Zeitrechnung seinen Anfang findet, wie die zahlreichen Abteien, Kirchen und Kapellen, die berühmten, umfriedeten Pfarrbezirke und die Brunnen bezeugen… jeder Ort hat seine Denkmäler zu bieten, und jedes von ihnen ist interessant für den Besucher.

Die Großstädte des Departements sind Quimper mit der Präfektur, dem mittelalterlichen Ortskern und einer wunderschönen Kathedrale. Die bedeutendste Hafenstadt im Finistère ist Brest mit einer 150 km² großen Bucht, in die der Elorn mündet, einem Paradies für Freunde des Segelsports. Die Stadt wurde im letzten Weltkrieg zerstört und, ebenso wie Lorient, vollständig wieder aufgebaut.

Vom Norden des Departements nach Süden erstrecken sich die Küsten von Trégor und Léon, weiter westlich liegt das „Pays des Abers“.

Das „Pays du Trégor“ beginnt mit Locquirec und der Bucht von Morlaix im Finistère, bevor man Carantec erreicht, ein schönes Seebad. Ganz in der Nähe liegen St-Pol-de-Léon und Roscoff, die alte Korsarenstadt inmitten eines großen Gemüseanbaugebiets. Ein reiches Land, wie die zahlreichen Schlösser der Region bezeugen.

Das „Pays des Abers“, welches sich von der Bucht von Goulven bis zur im Meer von Iroise gelegenen Pointe St Mathieu erstreckt, wird an seiner Nordküste auch das Pays Pagan genannt, weil Schiffbrüchige in früheren Zeiten an diesen gefährlichen Küsten Schiffe stranden ließen, um sie zu plündern. Hier trifft man auf die berühmtesten Leuchttürme der Bretagne und sogar Europas, denn hier befindet sich das wichtigste Schifffahrtszentrum des Kontinents und eines der am häufigsten befahrenen Seegebiete weltweit (17 Küstenleuchttürme und 13 auf dem Meer sichern das Gebiet).

Im Hinterland kann man die umfriedeten Kirchhöfe und die Monts d’Arrée besichtigen. In diesem  Blog finden Sie Artikel, die diesem Teil der Bretagne, der Halbinsel von Crozon oder dem Berg Menez Hom, der höchsten Erhebung in der Bretagne und den „Montagnes noires“ (schwarze Gebirge) gewidmet sind.

Hinter der Bucht von Douarnenez, dem Cap Sizun und der Pointe du Raz erreicht man weiter südlich das „Pays Bigouden“, das in Plozévet beginnt und dessen wichtigste Gemeinden Pont-L’Abbé, Loctudy, Le Guilvinec sowie das an der Südspitze der Bretagne gelegene Penmarc’h mit seinem berühmten hundertjährige Leuchtturm von Eckmühl sind. Das Küstenfischereigebiet ist mit seinen zahlreichen malerischen Häfen, die typisch für die Region sind, das Aushängeschild des Departements.

Ganz in der Nähe liegt Quimper, die heutige Hauptstadt des Departements am Ufer der Odet. Mit ihrem mittelalterlichen Ortskern, ihren Fachwerkhäusern, ihrer Kathedrale mit filigranen Steinmetzarbeiten und ihren mit Kopfstein gepflasterten Gässchen ist sie auch die Hochburg der historischen Region Cornouaille.

In La Forêt Fouesnant gibt es Küsten und Strände und Fouesnant ist das Land des Cidre. Im gegenüber von Sainte Marine, auf der anderen Uferseite des Odet gelegenen Bénodet sagt man: der schönste Fluss Frankreichs.

Bei einem Schiffsausflug an Bord der „Vedettes de l’Odet“, einem unserer Partner, können Sie die tropisch anmutenden Glénan-Inseln mit weißen Sandstränden und türkisblauem Wasser entdecken, denen in diesem Blog ein Artikel gewidmet ist.

Im Süden des Departements liegt Concarneau, ihre geschlossene Stadt sowie ihre 3 Häfen, der Fischerhafen, der Yachthafen und der Handelshafen. Daran schließen sich das „Pays des Avens“ mit der Stadt der Maler Pont-Aven und das „Pays de Quimperlé“ sowie das „Pays des Rias“, Moëlan sur mer, Le Pouldu, Clohars-Carnoët und ihr Staatsforst an. Auch zu diesen Orten finden Sie in diesem Blog spezielle Artikel.




Das Departement Morbihan

Der Name dieses nach seinem berühmten Golf benannten Departements im Süden der Bretagne bedeutet „das kleine Meer“. Eine mystische Region und ein Paradies für Zugvögel, die hier einen Zwischenstopp einlegen, wo Heidelandschaften und Küstenflüsse den Golf säumen, um in den großen Ozean zu münden. Wie am Ria d’Etel oder im Mündungsgebiet der Vilaine, wo sich Süß-, Salz- und Brackwasser vermischen und den Lebensraum für eine bemerkenswerte und vielfältige Flora und Fauna bieten.

Hier denkt man sogleich an Carnac, Locmariaquer, Erdeven und die berühmten Aufreihungen von Menhiren, Dolmen und Allées couvertes (überdachte Gänge). An diesem Ort gibt es weltweit die meisten, seit 8000 Jahren und bis heute erhaltenen Megalithanlagen! In oben genannten Gemeinden gibt es noch mehr als 5000 davon. Zu entdecken gibt es außerdem die bemerkenswerten Cairns von Petit Mont und Gavrinis.

Hier ist das Meer allpräsent und bekannte Seebäder wie Arzon, Sarzeau und La Trinité sur mer ziehen Segelprofis und -amateure in ihren Bann. Die großen Schnellsegler liegen am Kai oder bereiten sich auf Wettkämpfe auf den Ozeanen vor.

Der Golf von Morbihan ist ein 10 000 Hektar großes Binnenmeer mit zahlreichen Inseln und Inselchen, das optimale Bedingungen zum Segeln bietet, denn an diesem Ort herrscht bei einer Wassertiefe zwischen 6 und 20 Metern nur eine schwache Strömung, es bietet konstante Windverhältnisse und ist aufgrund seiner Lage vor Unwettern geschützt. Mit mehr als 150000 gezählten Vögeln ist dieser Ort insbesondere für Zugvögel ein Paradies. All das erklärt, weshalb sich hier so viele große Seefahrer niederließen.

Die schöne Stadt Lorient würdigt mit der „Cité de la voile Eric Tabarly“  und  dem Unterwassermuseum den bedeutendsten unter ihnen.

Lorient und das gegenüber der Bucht gelegene Port Louis und seine Zitadelle sind das Zeugnis einer bewegten Geschichte, von der Indienkompanie zur Kolonialzeit bis zum zweiten Weltkrieg, als die Alliierten die deutsche U-Boot-Basis des Atlantiks zerstören wollten, diese aber letztendlich als einziges Gebäude den Bombenangriffen standhielt! Die Stadt wurde zerstört und nach dem Krieg vollständig wieder aufgebaut, um sich heute als interessante, moderne Stadt mit einem regen Geschäftsleben zu zeigen, wo jedes Jahr im Sommer das berühmte Interceltique Festival stattfindet, bei dem alle keltischen Nationen vereint sind und das Herz der Bretagne unter dem Klang der Dudelsäcke zum Vibrieren bringt.

Von Lorient aus werden außerdem Schiffsausflüge zur Ile de Groix, sowie von Quiberon zur Belle-Île angeboten, die ihren Namen zu Recht trägt. Auch die Halbinsel Quiberon und ihre raue Küste sind Orte voller Schönheit, wo der Ozean stets sein prachtvolles Schauspiel bei wechselnden Lichtverhältnissen bietet. Nicht zu vergessen die weniger bekannten kleinen Inseln Houat und Hoëdic.

Das Morbihan bietet schöne Flusslandschaften wie die des Blavet, der Scorff und der Laïta, welche die Grenze zum Finistère bildet. Berühmte Landhäuser und Schlösser wie das Schloss Suscinio auf der Halbinsel Rhuys, früher Jagdresidenz der Herzöge der Bretagne prägen die Landschaft. Entdecken Sie Dörfer wie Melrand „aus dem Jahr Tausend“ und Poul-Fetan und besichtigen Sie lebendige Museen, wo Sie alles über das Leben unserer Vorfahren im Mittelalter des 18. und zu Anfang des 19. Jahrhunderts erfahren. Darüber hinaus gibt es Freizeitparks, wie der Tropical Parc in Saint-Jacut-Les-Pins und der Urgeschichtliche Park (Parc de la préhistoire) der Bretagne in Malansac.

In der Mittelbretagne liegen das Pays des Rohan, die Stadt Pontivy und ihr Schloss, ebenso wie Josselin und ihr riesiges, majestätisches Schloss am Flussufer. Nicht weit davon entfernt liegen der Wald von Brocéliande, der Fluss Vilaine und Oust, das legendäre Land von König Artus, der Fee Viviane und Morgan, Schwester von Artus, die Lanzelot vom See, aus dem Land Merlins, dem größten Zauberer und Barden Armorikas, gefangen nahm. Sehenswert ist auch das Land der Kanäle sowie die blumengeschmückten Ortschaften wie Rochefort en Terre und Hennebont und auf dem Rückweg in Richtung Meer die Städte Auray, die hübsche Kleinstadt Sainte Anne d’Auray, eine christliche Hochburg, die vor einigen Jahren den Besuch des Papstes empfing und natürlich Vannes.

Vannes ist die Präfekturhauptstadt, ein schöner, mittelalterlicher Ort mit Kopfsteinpflasterstraßen und Fachwerkhäusern, mit einer inmitten der Stadt gelegenen Kathedrale und einem Yachthafen, der von Café-Terrassen umgeben ist und dessen Stadtzentrum schöne Geschäfte und etliche Museen zu bieten hat.

Diese Ortschaften können Sie mit einer kompletten Beschreibung sowie Fotos und Videos in unserer Rubrik „Fotoalbum und Orte“ entdecken.

Willkommen in der Bretagne,

Philippe.