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Locronan – ein malerischer Ort mit Flair und eines der schönsten Dörfer Frankreichs.



village de LocronanFoto Rolf E. Staerk / Shutterstock.com



Das zwischen Quimper und Douarnenez gelegene Locronan gehört zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Lesen Sie nachstehend die Geschichte dieses ebenso wunderschönen, wie touristisch beliebten Fleckchens Erde.


place de LocronanFoto PRILL / Shutterstock.com



Dieser Ort, an dem die berühmten religiösen Prozessionen der Bretagne, die  „Troménies“ stattfinden, ist ein wahres Musterbeispiel der bretonischen Architektur. Die reizvolle Altstadt mit ihren schönen Granithäusern ist um einen großen, gepflasterten Platz angelegt, der von einem Brunnen geziert wird und von Renaissance-Häusern gesäumt ist. Sie zeugen von der  Glanzzeit der Stadt, die aus dem Gewerbe der Leinenweberei und der Lieferung von Leinwand für die Marine hervorging. Mit einer prachtvollen Kirche aus dem 15. Jahrhundert sowie wunderschönen Natursteinhäusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert und malerischen Gassen, die auf diesen prachtvollen Platz mit Brunnen münden, besitzt die Stadt die schönste Architektur in der Südbretagne.



maison Renaissance à LocronanFoto Inna Bruzhyenye / Shutterstock.com



Nicht nur im Jahr 1988 diente dieser attraktive Ort als Kulisse für zahlreiche Kinofilme: „Les Chouans“ von Philippe de Broca mit Sophie Marceau, Lambert Wilson, Philippe Noiret… aber auch 1979 für den Film „Tess“ von Roman Polanski mit Nastassja Kinski.
Weil die elektrischen Leitungen in der Altstadt von Locronan unterirdisch geführt werden und allgemein alle Anzeichen der heutigen Zivilisation verborgen sind, erweckt dieser Ort den Eindruck, dass man sich in einer mittelalterlichen Stadt befindet.



place de LocronanFoto PRILL / Shutterstock.com



An der Westseite eines kleinen, 298 Meter hohen Hügels über der Ebene von Porzay und der Bucht von Douarnenez gelegen, war dieser Ort bereits zur Römerzeit besiedelt. Locronan entwickelte sich aufgrund seiner strategisch idealen Lage auf halbem Wege zwischen der Küste und dem Hinterland der Bretagne schnell zu einem wichtigen Kreuzungspunkt zwischen den Straßen von Carhaix, der Pointe du Raz, Quimper und der Halbinsel Crozon.



place de LocronanFoto Claudio Giovanni Colombo / Shutterstock.com



Der Ursprung der Stadt geht auf die Gründung eines Benediktinerklosters durch den Herzog von Cornwall zu Anfang des 11. Jahrhunderts zurück. Ab dem 13. Jahrhundert wird Locronan zur Hauptstadt des Weberhandwerks, insbesondere für die Herstellung von Segeltuch und die Verarbeitung von Flachs und Hanf. Zu dieser Zeit besitzt jeder Haushalt einen Webstuhl und die Stadt exportiert nicht nur innerhalb Europas, sondern auch in die Neue Welt … der Versand der Waren erfolgt ab Port-Rhu.



village de LocronanFoto Liane M / Shutterstock.com



Im 18. Jahrhundert wird Locronan zum führenden Hauptlieferanten der im Jahr 1719 gegründeten „Compagnie des Indes“ in Port-Louis und Lorient. Es werden Segel für die Handelsschiffe und die königliche Marine geliefert. Später kommt die Konkurrenz im Segeltuchhandel durch Brest und Angers hinzu, die am königlichen Hof besser vertreten sind.

 

La Troménie

Seit jeher ist Locronan in der Bretagne für die „Pardons“ bekannt. Die berühmteste dieser religiösen Prozessionen in der Region ist die „Troménie“.

Alle 6 Jahre findet zwischen dem zweiten und dem dritten Sonntag im Juli die „Grande Troménie“ statt, bei der die Pilger zum Klang von Trommeln den religiösen Bannern der Prozession folgen. Diese wohl schönste Prozession in der Bretagne führt über 12 Kilometer und zwölf Stationen mit zahlreichen Freiluftaltaren bis hin zur Kapelle auf dem Gipfel des kleinen Gebirges von Locronan, wo sich der Stuhl des Heiligen Renan befindet, ein Granitblock, dem heilende Kräfte nachgesagt werden… In den anderen Jahren versammelt die kleine Troménie (6 km) jährlich Hunderte von Pilgern aus der ganzen Bretagne.



Pardon de KergoatFoto Massimo Santi / Shutterstock.com



Die Troménie ist das Pardon des Heiligen Renan, einem Mönch aus Irland, der Zuflucht in der Region Armorica fand, nach der Überlieferung hier im 6. Jahrhundert lebte, und sein Leben als Einsiedler beendete. Mit der Übernahme sowie der Einbeziehung alter Riten der keltischen Druiden war er Wegbereiter für die Christianisierung.

Dieser Prozessionsweg, den bereits unsere ältesten Vorfahren, die Kelten, vor Jahrtausenden bewältigten, hat Locronan bis heute ein gleichbleibendes Mythos bewahrt.

 

Das Dorf Locronan:

Der Hauptplatz wird von der Kirche Saint Ronan aus dem 15. Jahrhundert sowie der Chapelle du Penity aus dem 16. Jahrhundert überragt, die ein eindruckvolles architektonisches Ensemble bilden. Schöne Statuen zieren diesen heiligen Ort und die Holzschnitzereien der Kanzel stellen das Leben von Renan dar. Zu bewundern gibt es außerdem schöne Bögen aus Stein. In der Kapelle befindet sich die liegende Grabskulptur des Heiligen Renan, eine von 6 Engeln gestützte Grabstätte aus Granitstein, die vor der Statue des Heiligen Michael und einer Pietà aus mehrfarbigem Holz mit 4 Figuren überragt wird.



Eglise St Ronan à Locronan
Foto André Quinou / Shutterstock.com



Der große Kirchplatz ist von vierzehn Häusern umgeben, in denen früher die Offiziere des Königs, Honoratioren und reiche Segeltuchhändler lebten. Das „Hôtel Gautier“ ist das älteste Haus dieses Platzes. Hier befanden sich auch das „Hôtel de la Compagnie des Indes“ und das „Bureau des toiles“.



maison médiévale à LocronanFoto Rolf E. Staerk / Shutterstock.com



Diese schöne Kleinstadt ist darüber hinaus aufgrund ihrer Handwerksläden, Glas-, Bildhauer- und Kunsthandwerk-Werkstätten, die man bei einem Bummel durch die malerischen Gassen entdecken kann, äußerst sehenswert. Das Haus der Handwerkskunst und das Museum erinnern an diese althergebrachten Traditionen.


Philippe.